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Landwirtschaftliche Nutztiere und Klinovital

Nutztiere und Zeolith/Klinovital

Nutztiere und Zeolith/Klinovital
Klinoptilolith zeichnet sich durch seinen einzigartigen, wabenähnlichen Kristallaufbau aus – sog. Käfigstruktur – welche ihm die Ionentauschfähigkeit verleiht, d.h. er kann aus einem Medium Ionen in die inneren Hohlräume aufnehmen und festhalten, oder schon aufgenommene Ionen durch andere ersetzen. Welche Ionen nun adsorbiert oder ausgetauscht werden, wird bestimmt durch deren Größe, resp. Durchmesser und den Durchmesser der Eintrittsöffnungen (Poren) in die inneren Hohlräume (Käfige) des Zeoliths. Je besser Größe und Durchmesser eines Ions mit dem Durchmesser der Poren und der Größe der Käfige übereinstimmen, umso mehr verdrängt es die im Käfig vorhandenen kleineren Ionen und umso stärker wird es dort festgehalten (= höchste Affinität). Ionen mit größerem Durchmesser als jener der Poren des Klinoptiloliths können nicht adsorbiert werden.
Der Käfigdurchmesser des Klinoptiloliths beträgt ca. 4 Angström. Dies entspricht dem Ionaldurchmesser von Ammonium (NH4+) sowie von Cs134, Cs137 und H2O. Diese besitzen somit die höchste absorptive Affinität für Klinoptilolith. Nutritiv relevante Ionen sowie komplexere Moleküle (Aminosäuren, Zucker, Vitamine u.a.) bleiben auf Grund dieser selektiven Adsorption verfügbar. Dieser Umstand eröffnet Klinoptilolith ein sehr breites Einsatzgebiet. Der feine Vermahlungsgrad sowie die produktspezifische Kornverteilung bedingen eine hohe Partikelzahl pro Gewichtseinheit und garantieren eine gute Verteilung des Klinoptiloliths im Nahrungsbrei und steigern somit die Funktionalität als Ballaststoff.
Im Rahmen der Tierernährung wird gerade in nährstoffreichen Rationen die Bedeutung und Notwendigkeit von aktivem, funktionalem und natürlichem Ballast immer klarer erkannt. Die produktspezifische Zusammensetzung von Klinoptilolith bedingt, wie folgend ausgeführt, verschiedene, sich synergetisch positiv ergänzende Wirkungen.
 
 
 Dr. Budde, 2018